Zeitzeugen

Zeitzeugen - eine besondere Quelle

Zeitzeugenberichte in Wort und Bild sind eine wertvolle Quelle für die historische Aufarbeitung. Oft ergänzen sie alte Zeitungsberichte und Dokumente aus Archiven. Sie bergen aber auch das Risiko, dass sich in der Erinnerung tatsächlich Erlebtes mischt mit Gehörtem, Gelesenem, im TV Gesehenem. 75 Jahre nach Kriegsende ist es für einen Zeitzeugen extrem schwierig, sich im Detail zu erinnern. Es kann daher nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden, dass subjektiv Erinnertes im Widerspruch zu objektiv Geschehenem steht.

Als Betreiber der Website veröffentlichen wir Zeitzeugenberichte erst nach Überprüfung auf etwaige Rechtsverstöße. Den Wahrheitsgehalt können wir gar nicht oder nur rudimentär beurteilen. Daher machen wir uns den Inhalt dieser Berichte auch nicht zu eigen. Sollten wir Hinweise erhalten, die den Wahrheitsgehalt eines Zeitzeugenberichts in Zweifel ziehen, so gehen wir dem nach. Wir versehen einen solchen Bericht dann mit einem Hinweis auf eine abweichende Darstellung. Sollte sich ein Zeitzeugenbericht nachweislich in Gänze oder in Teilen als unzutreffend herausstellen, werden wir ihn ganz oder teilweise löschen.

Helmut Schnorr

Der 90-jährige Helmut Schnorr erinnert sich an seine kindlichen Wahrnehmungen in der NS-Zeit

Zeitzeugengespräch, geführt im Jahr 2024

Der 90-jährige Helmut Schnorr wohnt mit seiner Frau noch im elterlichen Haus in Dülken. Er erinnert sich an seine kindlichen Wahrnehmungen in der NS-Zeit: Der Leutnant und Ballistikexperte Dr. Helmut Sonnenschein war 1940 monatelang in Erwartung des “Westfeldzugs” bei der Familie Schnorr einquartiert und freundete sich mit den Eltern an.

Unter dem Titel “Vom Westfeldzug zum Stalinterror – eine Spurensuche in Dülken und Moskau” berichtete die Rheinische Post in ihrer Online-Ausgabe über dieses Interview.
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Frau Strysio

Frau Strysio erinnert sich an die jüdische Familie Bruch

Zeitzeugengespräch, geführt im Jahr 2019

Die gebürtige Dülkenerin spielte als Kind mit den Kindern der Familie Bruch. Sie erlebte als 13-jährige den Abtransport der Familie.

Hilde Bruch emigrierte später in die USA und wurde Professorin für Psychologie.

Inge L.

Inge L. erinnert an ihren Großvater, den Viersener Schneider Karl-Martin Wins

Zeitzeugengespräch, geführt am 20. August 2019

Inge L. ist die Enkelin von Karl-Martin Wins (5.4.83 – 6.3.33) der am 6.3.33 mit knapp 50 Jahren wegen seiner Aktivitäten für die Kommunisten (Verteilung von Flugblättern etc.) von Mitgliedern der SS ermordet wurde.

Herr Wins war, als die SS an der Haustür Oberrahserstr. 17o klingelte (heute stehen dort moderne Reihenhäuser) aufs Dach geflüchtet, von wo ihn die SS mit Dum-Dum-Geschossen herunterschoss, was den Körper zerfetzte (die Begebenheit wird in mehreren Unterlagen zitiert, so z.B. in Klaus Marcus: Der grosse Krieg und die kleine Stadt, Seite 432). Auf Herrn Wins war bereits einmal während eines Demo-Zuges (im Trommlercorps) geschossen worden.

Eine Geschichte der Verfolgung durch alle Zeiten hindurch

Zeitzeugengespräch, geführt am 20. August 2019

Willi Cornelissen

Willi Cornelissen erinnert sich an seine Jugend und zeichnet ein Bild der Zeit aus Sicht eines Heranwachsenden.

Zeitzeugengespräch, geführt am 26. August 2019

Willi Cornelissen erinnert sich an den Morgen nach der Pogromnacht 1938

Zeitzeugengespräch, geführt am 26. August 2019