Institutionen, NS-Organe, Gleichschaltung

Bekanntlich war die NSDAP mit Hitlers „Machtergreifung“ am 30.1.1933 noch lange nicht im Besitz der alleinigen politischen Macht. Daher versuchte sie nach der Reichstagswahl vom 5.3.1933, durch permanente Übergriffe in die innere Verwaltung ihre Machtbastionen weiter auszubauen. Dabei nötigten die Aktivisten von Parteiorganisation, Schutzstaffeln (SS) und Sturmabteilung (SA) die Inhaber öffentlicher Ämter dazu, diese aufzugeben, damit sich ihre eigene Klientel der freigewordenen Posten bemächtigen konnte. Das Hauptmittel dieser Transformation war die Androhung und Ausübung körperlicher Gewalt. Diese wurde gezielt eingesetzt, um die innere Verwaltung, sei es auf regionaler, kommunaler oder lokaler Ebene, auf die Linie der NSDAP zu bringen. Im zeitgenössischen Jargon wurde dieser Prozess auch als „Gleichschaltung“ bezeichnet. Dies geschah auch in allen Viersen betreffenden Institutionen. Es werden einerseits die staatlichen und die NSDAP-Organisationseinheiten skizziert.